Schnupperstudium im Oktober 2019

Die Fachschaft Jura der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster organisiert im kommenden Wintersemester 2019/2020 wieder ein „Schnupperstudium“ vom 21.10.2019 bis zum 23.10.2019.

Das Programm richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Oberstufe ab 16 Jahren. Herzlich eingeladen sind sowohl Schüler aus der Umgebung als auch Schüler aus allen Ecken Deutschlands.

Auf dem Programm stehen Besuche von Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften, Gespräche mit Praktikern und Studierenden und die Erkundung der Stadt. Da das Schnupperstudium in der dritten Vorlesungswoche stattfinden wird, befinden sich die Schüler auf demselben Wissensstand wie die Erstsemester. Das Schnupperstudium soll dazu dienen, einen Einblick in die rechtswissenschaftliche Materie zu erhalten, da aus Erfahrung Schüler bis zum Abitur nur wenig Berührungspunkte mit dieser haben.

Für Unterkunft und Übernachtung müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst sorgen. Bei Bedarf werden allerdings Kontakte zu Jugendgästehäusern vermittelt. Die Bewerbungsfrist für zu vergebene Stellen endet am 1. Oktober 2019.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann füllt unser Bewerbungsformular aus und schickt es an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bei weiteren Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße,

Fachschaft Jura der Universität Münster

Gliederung:

Das Jurastudium dauert in der Regel neun Semester und gliedert sich in drei Studienabschnitte. Einen aktuellen Studienplan findet ihr hier

1) Der erste Studienabschnitt umfasst vier Semester, das sog. Grundstudium; er endet automatisch, wenn die letzte erforderliche Klausur geschrieben wurde. Der Zweck des Grundstudiums liegt darin, Kenntnisse im Recht und über dessen Grundlagen in einem solchen Umfang zu erwerben, dass das Studium erfolgreich fortgesetzt werden kann.

2) Der zweite Studienabschnitt umfasst zwei Semester, der sog. Schwerpunktbereich; er endet auch automatisch mit der letzten erforderlichen und erbrachten Leistung. Durch das Schwerpunktstudium sollen vertiefte Kenntnisse in einem Teilgebiet des Rechts erworben werden (§ 23 PrüfO).

3) Der dritte Studienabschnitt umfasst nochmal zwei Semester, das sog. Repetitorium; er endet mit der Anmeldung zur ersten staatlichen Prüfung.

Hinweis: Zwischenprüfung und Schwerpunktprüfung sind keine „extra- Prüfungen“, die man noch bestehen muss. Man erwirbt sie studienbegleitend (§ 4 I 1 PrüfO).
Das heißt, wer alle Klausuren des Grundstudiums besteht, hat damit die Zwischenprüfung bestanden. Also kein zusätzlicher Klausurenstress!

Für die Vorlesungen besteht keine Anmeldungspflicht. Ihr müsst Euch jedoch bei Wilma II für die Semesterabschlussklausuren anmelden, was aber erst Mitte des Semesters möglich ist.

Zwischenprüfung:

Die Zwischenprüfung besteht, wer:

1) Semesterabschlussklausuren im Ausmaß von 58 Credit- Points (30 aus dem ZivilR, 18 aus dem ÖffR und 10 aus dem StrafR) vorweisen kann.

2) mind. 2 von 3Hausarbeiten besteht (aus jedem der 3 Rechtsgebiete wird eine angeboten)

3) zwei Klausuren aus dem Bereich der Grundlagenfächer vorweisen kann.

Hausarbeiten und Klausuren sind ab 4Punkten bestanden. „Vier gewinnt!“
Jede erfolglose Klausur kann zweimal wiederholt werden, man hat also insgesamt drei Versuche. Jede erfolglose Hausarbeit kann nur einmal wiederholt werden. 

Wer die Zwischenprüfung nicht bestanden hat, weil die erforderliche Anzahl an Credits nicht mehr erreicht werden kann, ist von weiteren Prüfungen im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Studiums ausgeschlossen (§ 20 II PrüfO).

Credit- Points- System:

Wie viele Credits eure Arbeit „wert“ ist, könnt Ihr wie folgt berechnen:

• Vorlesungen mit Abschlussklausuren = 1,5 Credits pro Semesterwochenstunde (SWS)

• Hausarbeit in Pflichtfächern der Zwischenprüfung = immer 6 Credits

• Hausarbeit im Schwerpunktbereich = 9 Credits

• Lehrveranstaltungen im Unirep = 1,5 Credits je SWS

• Praktika = 1 Credit je Arbeitswoche

§20 Abs.2 Prüfungsordnung: „Wer die Zwischenprüfung nicht bestanden hat, ist von weiteren Prüfungen im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Studiums ausgeschlossen.“

Schwerpunktbereichsprüfung:

Zugelassen ist zur Schwerpunktbereichsprüfung, wer die Zwischenprüfung bestanden hat.

Die Schwerpunktbereichsprüfung umfasst:

1) eine Klausur aus einem zweistündigen Grundlagenfach

2) eine Hausarbeit

3) Abschlussklausuren aus den anderen in den jeweiligen Stundenplänen genannten Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen im Umfang von 12 SWS (also 18 Credits)

Bestanden hat dann, wer alle Teilprüfungen versucht und durchschnittlich mind. 3,5Punkte erreicht hat.

Im zweiten Studienabschnitt sind außerdem:

1) Schlüsselqualifikationen (§7 Abs. 2 JAG NRW) im Wert von 6 Cedits, z.B. Verhandlungstechnik, Vernehmungstechnik oder Rhetorik.

2) eine mind. einstündige fremdsprachige, rechtswissenschaftliche Lehrveranstaltung (§7 Abs.1 Nr. 3 JAG NRW) zu erwerben.

Wiederholung und Vertiefung (Repetitorium, kurz: Rep):

Im dritten Studienabschnitt sind Lehrveranstaltungen zur Wiederholung und Vertiefung im Bürgerlichen Recht (18 SWS), im Öffentlichen Recht (16SWS) und Strafrecht (8 SWS) zu besuchen.

Praktische Studienzeit:

Gem. § 8 JAG hat jeder Studierende in der vorlesungsfreien Zeit eine praktische Studienzeit abzuleisten. Die praktische Studienzeit dauert insgesamt 12 Wochen, wovon sechs Wochen in der Rechtspflege (vornehmlich bei Rechtsanwälten oder einem Unternehmen der freien Wirtschaft) und sechs Wochen bei einer Verwaltungsbehörde stattfinden. Jedes Praktikum kann in 2 x 3 Wochen aufgespalten werden.

Die erste Prüfung (früher 1. Staatsexamen):

Die Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur ersten Prüfung, die Schwerpunktbereichsprüfung bildet zusammen mit der staatlichen Pflichtfachprüfung die erste Prüfung.

Der aufmerksame Leser hat eine Regelstudienzeit von 9 Semestern gelesen, aber immer nur 8 Semester gezählt.

Das liegt daran, dass ihr im 9 Semester die erste Prüfung ablegt.

Hier der aktuelle Studienverlaufsplan

Das Jura-Studium in Münster könnt ihr zum Wintersemester (1.10.) oder zum Sommersemester (1.4.) eines jeden Jahres beginnen.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt, wobei im Winter der Numerus Clausus deutlich strenger ist als im Sommer. Im Winter benötigt ihr meist eine Abiturnote jedenfalls unter 2,0; zuletzt zum WiSe 2016/17 1,6.

Weitere Informationen (insbesondere zum Bewerbungsverfahren) erhaltet ihr bei der Zentralen Studienberatung der Universität.

Wenn eure Bewerbung erfolgreich war, stehen euch verschiedene Angebote der Fachschaft offen:

So findet ihr zu jedem Semesterbeginn unsere Ersti-Gruppen bei  Facebook (Jura Erstis Münster WS **/** bzw SoSe **).

In der Woche vor dem Beginn des Studiums erfahrt ihr in der Orientierungswoche ("O-Woche") alles Wissenswerte zum Studium und lernt eure Kommilitonen und Münsters Kneipen- und Disco-Szene kennen.

Alle Termine dazu findet ihr jeweils rechtzeitig hier auf unserer Homepage und bereits jetzt im Bereich "Erstsemester".

Alles Wissenswerte für Studienbewerber und Studierende - Bewerbung für Deutschland-Stipendium - auch die "klassischen" Begabtenförderungswerke bieten Möglichkeit der Selbstbewerbung

 

Deutschland-Stipendium

Ihr könnt euch ab sofort selbst für ProTalent bewerben; so heißt das noch recht neue Deutschland-Stipendium an der Uni Münster. Infos dazu findet ihr in den Links. Die Auswahl erfolgt für die Erstis nach Abiturnote und ggf. sozialem Engagement. Auch die höheren Semester können sich bewerben; es zählen dann vor allem die bisherigen Studienleistungen. Die Fördersumme liegt bei 300 Euro monatlich, die unabhängig vom Einkommen eurer Eltern gezahlt werden.

https://www.uni-muenster.de/studium/kosten/stipendien.html 
http://www.uni-muenster.de/pro-talent/


"Klassische" Begabtenförderungswerke (Stiftungen)

Neben ProTalent stehen euch natürlich auch die anderen Stipendien der bekannten Stiftungen offen; etwa die Studienstiftung des Deutschen Volkes oder die verschiedenen Stiftungen der Parteien, Kirchen und der Wirtschaft. Dort liegt die finanzielle Förderung bei mind. 300 Euro, Studienkostenpauschale (früher "Büchergeld") heißt das. Falls ihr BAföG-berechtigt seid, übernimmt die Stiftung diese Zahlung dann zusätzlich noch, ohne dass ihr das Geld irgendwann zurückzahlen müsst. Dabei kann also durchaus mehr rauskommen als die 300 Euro von ProTalent. Der größere Vorteil dieser Stiftungen ist aber, dass ihr auch umfassend ideell gefördert werdet, also zB mit verbilligten Sprachkursen, Auslandsaufenthalten, Vorträgen, Tagungen, Kontakten zu Alumni usw.

Übersicht der "klassischen" Stiftungen:
http://www.stipendiumplus.de/